Best Practices für die Unternehmer unter den Ärzten: Der Weg zur High-Performance-Praxis

Worum es geht

Wie wird aus einer Arztpraxis eine High-Performance-Praxis? Der Weg dorthin ist einfacher als viele Haus- und Fachärzte denken.

Was kennzeichnet eine High-Performance-Praxis?

Bei dieser Betriebsform ist das Praxismanagement – unabhängig von der Fachrichtung und Praxis-Größe – durch eine Umsetzung von mehr als 80% des Best Practice-Standards gekennzeichnet, d. h. derjenigen Instrumente, Regelungen und Verhaltensweisen, die einen reibungslosen Praxisbetrieb gewährleisten. Es geht also nicht darum – wie oft angenommen -, eine bestimmte Betriebs-Größe zu erreichen bzw. zu überschreiten oder besonders viel und lange zu arbeiten, sondern die Grundlagen für eine patientenzentrierte, effiziente und produktive Arbeit systematisch zu nutzen.
Ein Kennzeichen dieser Ausrichtung ist u. a., dass in derartigen Praxen „echte“ Teamarbeit mit allen ihren positiven Auswirkungen stattfindet, ganz im Gegensatz zur deutschen Durchschnitts-Praxis, in der nur partiell effiziente Gruppenarbeit zu finden ist. Überstunden und negative Arbeitsbelastung findet man hier ebenso wenig wie hemmende Konflikte innerhalb der Belegschaft oder – von Einzelfällen abgesehen – unzufriedene Patienten, gleichzeitig bekunden Praxisinhaber eine hohe Zufriedenheit mit dem wirtschaftlichen Erfolg.

Wie gelangt man zu einer High Performance-Praxis

Zentrales Instrument für die Entwicklung Arzt- zu einer High-Performance-Praxis sind regelmäßige Betriebsvergleiche, die die Stärken, Schwächen, Bedrohungen und Chancen der Praxis-Tätigkeit im Benchmarking zum Best Practice-Standard und zur Fachgruppe ausweisen. Diese Überprüfung ist notwendig, um

  • kontinuierlich das Leistungs-Angebot und die zu seiner Erbringung notwendigen Voraussetzungen mit den Marktanforderungen abzugleichen,
  • der „Verkrustung“ von Strukturen, Prozessen sowie Denk- und Verhaltensweisen entgegenzuwirken und
  • die Entstehung von „Betriebsblindheit“ und das „Ausruhen auf Lorbeeren“ zu verhindern.

Darüber hinaus benötigt man zweitens ein System aus Key Performance-Indikatoren, mit denen die Praxisarbeit übersichtlich visualisiert und leicht gesteuert werden kann, drittens ergänzt um eine Praxis-Kultur, die durch Experimentier-Freude und die permanente Suche nach Verbesserungs-Möglichkeiten sowie passenden Innovationsmöglichkeiten geprägt ist. So ist es auch nichterstaunlich, dass gerade in High-Performance-Praxen bereits heute eine Vielzahl von Digital-Tools erfolgreich eingesetzt wird.

Der Praxismanagement-Betriebsvergleich