MFA und ZFA: 3 Leitsätze für das zukünftige Berufsbild

Worum es geht

Der Umbau des Gesundheitswesens erfolgt mit einer großen Dynamik. Das müssen Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte bei ihrer persönlichen Berufsplanung unbedingt beachten.

Beruflicher Erfolg wird neu definiert

Nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die Veränderung des Patienten-Verhaltens und der gesellschaftliche Wandel erfordern von Teams in Arzt- und Zahnarztpraxen eine vorausschauende Berücksichtigung. Dabei spielen weniger strategische und konzeptionelle Überlegungen eine Rolle, die natürlich auch wichtig sind, sondern vor allem die Fähigkeiten der MFA und ZFA. Von ihrer Ausprägung hängen nicht nur der Betriebs-, sondern auch der persönliche Erfolg jeder einzelnen Mitarbeiterin ab. Drei Leitsätze beschreiben, worauf es zukünftig ganz besonders ankommt und zeigen, worauf sich Fachangestellte heute bereits vorbereiten sollten:

Es genügt nicht mehr, engagiert seine Arbeit zu erledigen.

Die Geschwindigkeit und Radikalität des Wandels im Gesundheitswesen und in der Medizin sind die treibenden Kräfte der Anforderungen, die im Arbeits-Alltag wichtig werden. Hierdurch entsteht eine Sogwirkung auf die notwendigen Fähigkeiten. Mitarbeiterinnen, die ihre Kraft darauf ausrichten, allein die Belange des Tagesgeschäfts zu erfüllen, laufen im Vergleich mit anders ausgerichteten Kolleginnen Gefahr, in die zweite Linie abzurutschen und ggf. sogar ihre Arbeit zu verlieren.

Fortbildung wird zu einer persönlichen Aufgabe

Um der geschilderten Entwicklung Rechnung tragen zu können und mit ihrer Arbeit nachhaltig erfolgreich zu sein, müssen MFA und ZFA für sich persönliche Fort- und Weiterbildungsstrategien entwickeln. Es ist zu erwarten, dass seitens der Praxisinhaber(innen) teilweise entsprechende Angebote zur Verfügung gestellt werden, doch das wird eher sporadisch erfolgen und Art sowie Umfang nicht so umfassend und individuell sein, wie es notwendig ist. Deshalb müssen sich Mitarbeiterinnen selbst kümmern und in sich selbst – zeitlich und finanziell – investieren.

Eine umfassende Digital-Kompetenz wird zur Basis-Fähigkeit

Diese Entwicklung betrifft

  • den technischen Aspekt der Transformation, d. h. den Umgang mit allen für die Medizin und Zahnmedizin relevanten Tools,
  • das Handling der Inhalte wie Datenbeschaffung, Informations-Verarbeitung und -Verteilung sowie die digitale Kommunikationsfähigkeit sowie
  • die Fähigkeit, Digital-Technik anderen, z. B. Patienten, näherzubringen, damit der Einsatz umfassend und sachgerecht erfolgt.