Worum es geht
Es wird viel über Videosprechstunden diskutiert, zuletzt über die Aufhebung der Mengenbegrenzung, doch die Qualität der Kommunikation zwischen Haus- und Fachärzten und den teilnehmenden Patienten wird dabei kaum erwähnt. Bei der Digitalisierung geht es jedoch nicht nur um den Einsatz und die Umsetzungs-Intensität der Lösungen, sondern auch um ihre tatsächlichen Auswirkungen auf die Patientenversorgung.
Videosprechstunden im Patientenurteil
Nachbefragungen von Patienten, die Videosprechstunden genutzt haben, ergaben einen durchschnittlichen Patient Care Quality Score (PCQS) von 54% (Optimum: 100%), also deutliches Verbesserungspotenzial.
Die Kritik konzentriert sich dabei nicht allein auf die technischen Möglichkeiten, sondern auch auf die Vorbereitungen und Verhaltensweisen der Ärzte, die teilweise unzureichend auf die Anforderungen von Videosprechstunden eingestellt sind. Häufige Fehler sind mangelnder Blickkontakt, Monologisierung, Informationsüberflutung und eine unzureichende Praxisumgebung (Beleuchtung, Hintergrundgeräusche, Kontraste usw.).
Der Ratgeber zum Thema
Der Ratgeber “Tipps für die erfolgreiche Patienten-Kommunikation in Videosprechstunden” fasst prägnant und übersichtlich die spezifischen Anforderungen zusammen, die dieses Medium an den Anwender stellt. Hier finden niedergelassene Ärzte praktische Hinweise zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Qualitätsüberprüfung dieser innovativen Kommunikationsalternative.