„Wahre Stärke entsteht, wenn Eigenverantwortung auf Teamgeist trifft.“
Definition der unternehmerischen Eigenverantwortung
Unternehmerische Eigenverantwortung bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft eines Praxisinhabers, aktiv und strategisch die Gestaltung, Steuerung und Weiterentwicklung seines Unternehmens zu übernehmen. Sie umfasst nicht nur die Erfüllung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Anforderungen, sondern auch die bewusste Ausrichtung des Handelns an zukunftsorientierten Werten und Prinzipien. Eigenverantwortung in diesem Sinne bedeutet, die Verantwortung für den Erfolg der Praxis, die Zufriedenheit der Patienten und die Entwicklung des Teams in einer holistischen Perspektive zu übernehmen und zu gestalten.
Das Thema: Entwicklung des Teams zu einem echten Team
Ein Team, das den Begriff „Team“ im eigentlichen Sinne verdient, zeichnet sich durch klare Rollen, verbindliche Kommunikation, gemeinsame Werte und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl aus. Es geht weit über die bloße Zusammenarbeit hinaus, indem es eine Kultur des Vertrauens und der gegenseitigen Unterstützung schafft. Die Entwicklung eines solchen Teams ist nicht nur ein „weicher Faktor“, sondern eine strategische Notwendigkeit, die entscheidend zur Stabilität und Resilienz einer Arztpraxis beiträgt.
Der Zusammenhang zwischen unternehmerischer Eigenverantwortung und Teamentwicklung
Die Entwicklung eines echten Teams ist ein integrativer Bestandteil der unternehmerischen Eigenverantwortung. Der Praxisinhaber trägt die Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, das die Entstehung von Teamdynamik fördert. Dies erfordert die aktive Gestaltung von Strukturen und Prozessen, die nicht nur effizientes Arbeiten ermöglichen, sondern auch persönliche und berufliche Entfaltung fördern. Ohne diese bewusste Entscheidung und kontinuierliche Investition bleibt der Begriff „Team“ oft eine bloße Illusion, die den Praxisalltag belastet, statt ihn zu erleichtern.
Der Status quo: Defizite in der Umsetzung
Praxismanagement-Benchmarkinganalysen zeigen, dass die Umsetzung dieses zentralen Themas in Arztpraxen derzeit stark hinter den Anforderungen zurückbleibt. Der Vergleich mit dem Best-Practice-Standard der Praxisführung, der als Leitlinie für einen optimal funktionierenden Praxisbetrieb dient, offenbart alarmierende Defizite. Dieser Standard, der alle notwendigen Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen umfasst, zeigt, dass der Grad der Übernahme unternehmerischer Eigenverantwortung in deutschen Haus- und Facharztpraxen im Durchschnitt bei lediglich 50 % liegt. Dies spiegelt nicht nur eine unzureichende Ausrichtung der Praxisführung wider, sondern offenbart auch einen eklatanten Mangel an strategischer Klarheit und Handlungsfähigkeit.
Die Folgen einer unzureichenden Übernahme der unternehmerischen Eigenverantwortung
Eine zu geringe Übernahme unternehmerischer Eigenverantwortung im Bereich der Teamentwicklung hat gravierende Auswirkungen. Das Fehlen eines echten Teamgefühls führt zu ineffizienten Abläufen, erhöhtem Stressniveau und sinkender Mitarbeiterzufriedenheit. Langfristig können sich diese Defizite in Form von erhöhter Fluktuation, unzureichender Patientenversorgung und einer Abnahme der wirtschaftlichen Stabilität niederschlagen. Zudem bleibt das Potenzial ungenutzt, das ein starkes Team für die Innovationskraft und die Anpassungsfähigkeit der Praxis in einem dynamischen Umfeld bieten könnte.
Die Lösung: R2A-Formel und Best-Practice-Benchmarking
Die Lösung dieses Problems liegt in einem bewussten Rethinking-Prozess, der auf der R2A-Formel – Reflect. Analyze. Advance. – basiert und durch ein Best-Practice-Benchmarking unterstützt wird. In der Reflexionsphase wird der Status quo der Teamentwicklung und der unternehmerischen Eigenverantwortung analysiert. Die Analyse-Phase identifiziert die bestehenden Lücken im Vergleich zum Best-Practice-Standard und zeigt gezielte Handlungsfelder auf. In der Advance-Phase erfolgt die konkrete Umsetzung von Maßnahmen, die nicht nur die Teamdynamik stärken, sondern auch die Übernahme unternehmerischer Eigenverantwortung nachhaltig fördern. Das Benchmarking bietet dabei eine objektive Grundlage, um Fortschritte messbar zu machen und die Wirksamkeit der Maßnahmen kontinuierlich zu evaluieren.
Key Learning
Die Entwicklung eines echten Teams ist nicht nur eine Aufgabe, sondern eine strategische Verantwortung, die untrennbar mit der unternehmerischen Eigenverantwortung verbunden ist. Die R2A-Formel, kombiniert mit Best-Practice-Benchmarking, bietet einen klaren und umsetzbaren Weg, um Defizite zu beheben, Potenziale zu entfalten und die Basis für eine zukunftsfähige Praxis zu schaffen. Ein starkes Team ist der Schlüssel zu Stabilität, Zufriedenheit und nachhaltigem Erfolg.
Weiterführende Literatur
- Thill, K.-D.: Das Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte: Methode, Anwendung und Nutzen, Neobooks, Berlin 2024 oder als PDF-Skript: https://bit.ly/43qoK9C
- Thill, K.-D.: Feedback geben: Ein Leitfaden für Haus- und Fachärzte – Best Practices der Gesprächsführung für ein Plus an Leistung, Motivation und Erfolg von Praxis-Teams, Neobooks, Berlin 2023 oder als PDF-Skript: https://bit.ly/3NMSpTc
- Thill, K.-D.: Zukunfts-Kompetenz „Soft Skills“ – Ein Selbsttest- und Entwicklungs-Programm für Haus- und Fachärzte, Neobooks, Berlin 2023 oder als PDF-Skript: https://tinyurl.com/575vkud3

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