Worum es geht
Im Kontext der TI-EinfĂŒhrungen â#eAUâ, â#eRezeptâ und â#ePAâ, aber auch in Bezug auf #DiGA, zeigt sich ein bemerkenswertes PhĂ€nomen, das man als “Zeitparadoxon in der Arztpraxis” bezeichnen könnte.
âĄïž Es resultiert daraus, dass in Praxisbetrieben
đ der Aufwand fĂŒr die Nutzung dieser digitalen Lösungen akribisch in Sekunden gemessen wird, um letztlich deren Mehraufwand im Arbeitsalltag zu belegen,
đ gleichzeitig jedoch substanzielle Zeitverluste durch unzureichend organisierte AblĂ€ufe, mangelhaftes Zeitmanagement oder durch Ablenkungen wie die private Nutzung von Handys ignoriert werden.
âĄïž Was âsubstanziellâ bedeutet, zeigen zwei Zahlen:
âŒïžBei Ărzten, die persönliche Arbeitsdokumentationen mit TĂ€tigkeits- und Zeitprotokollen durchgefĂŒhrt haben, ergeben sich durch Umstrukturierungen, die Zeitverschwendung eliminieren, bis zu 30 % Einsparpotenziale.
âŒïžDie Belastung des Personals durch fehljustierte Routinen liegt, wie Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen, bei hunderten Stunden im Jahr.
đ± In Anbetracht der OpportunitĂ€ts-Kosten kann fast schon von FahrlĂ€ssigkeit gesprochen werden, denn der Grund liegt in fehlenden regelmĂ€Ăigen Analysen der eigenen Arbeit, die aus der unternehmerischen Sicht der PraxistĂ€tigkeit eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein mĂŒssten.
đ So aber ist es unumgĂ€nglich, dass jede zusĂ€tzliche AktivitĂ€t in einem Praxisbetrieb, der bereits eine zeitliche VorschĂ€digung aufweist, als Mehraufwand empfunden wird. Es steht auĂer Frage, dass die genannten digitalen Applikationen einer weiteren Optimierung bedĂŒrfen, doch die durch sie verursachten Zeitverluste sind nicht das originĂ€re Zeit- und Belastungs-Problem in Arztpraxen.