Mitarbeiter-Führung in Arztpraxen: Mit Steinzeit-Methoden zu geringerer Produktivität

Worum es geht

Praxisinhaber sehen bei funktionierendem Praxisbetrieb kaum Anlass, die Leistungen ihrer Mitarbeiter zu würdigen. Doch das hieraus resultierende Anerkennungs-Vakuum wirkt sich äußerst negativ auf die Praxis-Performance aus.

Praxis-Chefs melden sich nur bei Fehlern

Unter den drei häufigsten Kritikpunkte, die Medizinische Fachangestellte zum Führungsverhalten ihrer Chefs äußern, zählt die fehlende oder zu geringe Würdigung und Anerkennung ihrer Leistungen. „Wenn was schiefläuft, wird das sofort thematisiert, aber mal zu sagen, dass wir zuverlässig arbeiten, scheint nicht möglich zu sein.“

Fehlendes Führungs-Know-how

Mangelnde Wertschätzung ist – leider – ein weit verbreitetes Phänomen in Arztpraxen (und nicht nur dort). Praxisinhaber erachten ein reibungslos funktionierendes Arbeitsgeschehen als Normalität, die keiner Erwähnung bedarf, denn sie ist der von ihnen geforderte Standard. Kombiniert mit einem nur gering ausgeprägten Führungswissen und der Überzeugung, dass die Wertschätzung mit dem Gehalt vermittelt wird, entsteht so ein für viele Mitarbeiterinnen demotivierendes Arbeitsklima.

Selbsterkenntnis als Ausgangspunkt

Ändern kann das Personal hieran nur wenig, denn Ärzte müssen zunächst selbst erkennen, dass Wertschätzung

  • ein Grundbedürfnis der Mitarbeiterinnen ist, dessen Berücksichtigung erst zu dauerhaft engagiertem Arbeiten führt,
  • eine Grundhaltung erfordert, die darin besteht, die Leistungen der MFA überhaupt wahrzunehmen,
  • ein Kommunikations-Verhalten benötigt, mit dessen Hilfe die Würdigung der Leistungen zum Ausdruck gebracht wird und
  • die Grundlage bildet, damit andere motivatorische Maßnahmen überhaupt wirken können.

Lob und Anerkennung fördern das Engagement und damit die Produktivität des Personals, ohne dass Kosten oder zeitlicher Aufwand entstehen. Gleichzeitig vermittelt ein derartiges Feedback Orientierung und Sicherheit.

Kleine Gesten, große Wirkung

Praktizierte Wertschätzung ist einfach umsetzbar und oft nur eine Frage von Sekunden, z. B. ein Daumen-hoch-Signal im Vorübergehen, ein anerkennendes Kopfnicken oder ein einfaches „Danke!“. Die ausgelösten Effekte sind für die Arbeitsqualität, das Betriebsklima und den Praxiserfolg aber mehr als förderlich.

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