Worum es geht
In der ambulanten Versorgung zeichnet sich eine stille, aber tiefgreifende Bedrohung ab: das Schrumpfungs-Risiko. Dieser Begriff beschreibt die Situation, dass Ärzte den finanziellen Status ihrer Praxis nur dann wahren können, wenn sie ihren Praxisgewinn jährlich um 3 bis 5 Prozent steigern. Sie müssen also ein “Erhaltungs-Wachstum” realisieren. In Zeiten steigender Betriebskosten und fortschreitender Inflation ist diese Strategie damit eine Überlebensfrage.
Die stille Bedrohung
Die Herausforderung des Erhaltungs-Wachstums liegt in seiner Subtilität. Viele Praxen bemerken zu spät, dass trotz Kosteneinsparungs-Maßnahmen ihr scheinbar stabiler Zustand tatsächlich ein langsames Sinken bedeutet. Ohne kontinuierliches, aktives Wachstum können Praxen ihre Position nicht halten und fallen zurück. Dieses Phänomen zwingt Ärzte in einen ständigen Wettlauf, in dem Stillstand und Tatenlosigkeit mit Rückschritt gleichbedeutend sind.
Best Practices als Lösungsansatz
In diesem Szenario ist die Orientierung am Best Practice-Standard des Praxismanagements nicht nur eine Strategie, sondern ein unverzichtbarer Rettungsanker. Diese validierte Leitlinie beschreibt alle Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die in den Aktionsbereichen der Praxisführung, von der Planung über Marktforschung, Organisation, Führung, Patientenbetreuung und Marketing bis zum Controlling, für eine auch unter wechselnden Anforderungen reibungslos funktionierende Arbeit unerlässlich sind.
Durch ein Benchmarking der Praxisarbeit mit dem Standard können Ärzte Ineffizienzen und Verbesserungspotenziale in ihrer Praxis erkennen. Dieser Prozess ermöglicht es, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Leistung zu steigern und somit das erforderliche Erhaltungs-Wachstum zu erreichen. Wie groß das nutzbare Potenzial ist, zeigt eine Zahl: Haus- und Fachärzte setzen im Durchschnitt knapp die Hälfte der Best Practice-Leitlinie NICHT um.
Effizienz als Schlüssel zum Erfolg
Die Effizienzsteigerung, die durch das beschriebene Benchmarking erreicht wird, ist vielfältig: sie reicht von der Optimierung administrativer Prozesse über verbesserte Patientenbetreuung bis hin zur Personalentwicklung. Diese Verbesserungen sind essenziell, um den Anforderungen des Erhaltungs-Wachstums gerecht zu werden und eine nachhaltige Praxisführung zu gewährleisten.
Fazit
Das Schrumpfungs-Risiko stellt eine ernsthafte Bedrohung für niedergelassene Ärzte dar, aber es ist eine, der man nicht hilflos ausgeliefert ist. Durch den Einsatz eines Praxismanagement-Benchmarkings können Ärzte ein Erhaltungs-Wachstum realisieren und die Kontrolle über ihre Praxisleistung zurückgewinnen, Ineffizienzen beseitigen und den Weg für ein nachhaltiges Wachstum ebnen. In einem Umfeld, in dem Wachstum gleichbedeutend mit Stabilität ist, ist das Benchmarking damit kein Kann, sondern ein Muss.
Weiterführende Informationen
Möchten Sie wissen, wie dieser Ansatz funktioniert und welche Vorteile er bietet? Dann sollten Sie einen Blick in die Publikation “Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte – Methode, Anwendung und Nutzen” werfen.