DiGA: Neophobie als Verordnungs-Barriere

➡️ Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bieten das Potenzial, die medizinische Versorgung effizienter, patientenorientierter sowie zugänglicher zu gestalten.
⚠️Trotz dieser Vorteile zeigen viele niedergelassene Ärzte bislang eine deutliche Zurückhaltung bei der Verschreibung dieser therapiebegleitenden und -unterstützenden Anwendungen.

😳 Ein Grund ist die ausgeprägte Neophobie, also die Angst vor Neuem, in der ambulanten Medizin. Ihre Ursache sind die tiefe Verwurzelung traditioneller Denk- und Handlungsprinzipien sowie eine starke Konditionierung von Haus- und Fachärzten auf Leitlinien, Standards und Studien.

➡️ Beispiele für die neophobe Grundhaltung finden sich in der Vergangenheit viele. So hatten im Rahmen der medikamentösen Therapie Präparate-Gruppen wie Statine, bestimmte Antidepressiva oder Biologika in der Rheumatologie mit einer neophoben Grundhaltung zu kämpfen, in jüngster Vergangenheit aber auch Video-Sprechstunden oder Systeme zur Online-Terminvereinbarung.

‼️ Neophobie erkennt man grundsätzlich besonders gut an der Art der ablehnenden Argumente, die meist Vorwände sind und tieferliegende Ängste oder Unsicherheiten kaschieren. Die fünf typischsten lauten:

😱 „Das haben wir schon immer so gemacht.“

😱 „Das ist zu riskant.“

😱 „Das ist zu kompliziert.“

😱 „Das wird nicht funktionieren.“

😱 „Wir haben keine Ressourcen dafür.“

Exakt diese Vorwände finden sich auch, wie die Ergebnisse von Praxismanagement-Betriebsvergleichen zeigen,

bei der Ablehnung von DiGA:

😕 „Die sind auch nicht besser als unsere aktuellen Methoden.“

😕 „Die Sicherheit und Vertraulichkeit von Patientendaten ist gefährdet.“

😕 „Die Technologie ist zu komplex und benutzerunfreundlich für die Patienten “

😕 „Es gibt keinen nachgewiesenen klinischen Nutzen.“

😕 „Wir haben nicht die nötige Infrastruktur und Ressourcen.“

➡️ Ein Verständnis dieser Vorbehalte ist für DiGA-Anbieter entscheidend, um gezielt aufklären und unterstützen zu können, die einzigen Gegenmittel zur Überwindung neophober Mindsets.

‼️Allerdings ist es gleichzeitig wichtig, dass anbieterseitig in den Beschreibungen der Leistungen die bislang überlastige Feature-Dominanz der Argumente durch eine Nutzenkonversion verändert wird.

📕 Der QuickStart-Guide: „Das DiGA-Verordnungsgespräch – Best Practics für Haus- und Fachärzte“ unterstützt Ärzte bei ihren DiGA-Patienten-Kontakten. Er stellt die Grundprinzipien der Kommunikation vor, wie

1️⃣ Ärzte ihren Patienten diese Technologie in einem Beratungs-Gespräch am verständlichsten erklären,

2️⃣ sie ihnen nahebringen, über welche Mechanismen sie davon profitieren können und

3️⃣ wie man Patienten zum Einsatz motiviert.

Ratgeber für Ärzte zum Thema „DiGA“

📕 Der QuickStart-Guide: „Das DiGA-Verordnungsgespräch – Best Practices für Haus- und Fachärzte“ unterstützt Ärzte bei ihren DiGA-Patienten-Kontakten. Er stellt die Grundprinzipien der Kommunikation vor, wie

1️⃣ Ärzte ihren Patienten diese Technologie in einem Beratungs-Gespräch am verständlichsten erklären,

2️⃣ sie ihnen nahebringen, über welche Mechanismen sie davon profitieren können und

3️⃣ wie man Patienten zum Einsatz motiviert.

‼️Der Guide ist dabei als „Gesprächs-Baukasten“ angelegt, d. h. er liefert ein Grundgerüst, keine Vorgaben oder feststehende Regeln. Die Zusammenstellung der Bausteine, ihre Modifikation und Erweiterung erfolgt stets nach persönlichen Vorlieben und in Bezug auf die Anforderungen der Patienten.

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