Digitalisierung der Arbeit in Arztpraxen: Das toxische Mindset des Ersatzes

Worum es geht

😱 Die Diskussion um die Digitalisierung im Gesundheitswesen wirft häufig Bedenken auf, insbesondere bei niedergelassenen Ärzten. Der weitverbreitete, fast schon als naiv zu bezeichnende Glaube ist, wie die Ergebnisse aus Praxismanagement-Betriebsvergleichen zeigen, dass Digitalisierung bedeutet, alle Prozesse und Strukturen einer Arztpraxis komplett digital abzubilden und ärztliche Leistung zu ersetzen. Doch in Wirklichkeit geht es um eine “Digitale Assistenz”, die darauf abzielt, die medizinische Kompetenz zu unterstützen, zu erleichtern und zu erweitern.

😳 Missverständnisse um die Digitalisierung

Die Vorstellung, dass Digitalisierung die menschliche Expertise und Erfahrung durch Maschinen und Software ersetzt, hat sich unter niedergelassenen Ärzten zu einem toxischen Mindset entwickelt. Sie befürchten, dass die Technologie ihre Fähigkeiten irrelevant machen könnte. Aber das Hauptziel der digitalen Assistenz ist nicht Ersatz, sondern assistierende Ergänzung.

🛟 Digitale Assistenz: Ein Konzept der Unterstützung

Digitale Assistenz fokussiert sich darauf, Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Es geht darum, Routineaufgaben zu automatisieren und dadurch wertvolle Zeit zu sparen, die dann in die Patientenversorgung investiert werden kann, ein Effekt, der sich im übrigen auch direkt im Praxisergebnis widerspiegelt.

🩺 Die Erweiterung der medizinischen Kompetenz

Neben der Unterstützung kann digitale Assistenz die medizinische Kompetenz auch erweitern. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Diagnosenstellung erhalten Ärzte Zugang zu einem riesigen Fundus an medizinischem Wissen. Die Technik ersetzt nicht den Arzt, sondern stellt ihm zusätzliche Informationen zur Verfügung, die seine Diagnosefähigkeit erweitern können.

🛠️ Effizienzsteigerung durch Digitalisierung

Digitale Assistenzsysteme können eine Vielzahl von Verwaltungsaufgaben übernehmen, vom Rechnungswesen bis zur Patientendatenverwaltung. Dies führt zu einer Steigerung der Effizienz und ermöglicht es dem medizinischen Personal, sich auf komplexere und patientenorientierte Aufgaben zu konzentrieren.

🤕 Individualisierte Patientenbetreuung

Mithilfe digitaler Tools können Ärzte Behandlungspläne besser individualisieren. Sie erhalten einen schnelleren und einfacheren Zugang zu Patienten-Informationen und können diese Informationen nutzen, um den Behandlungsverlauf genauer zu verfolgen. Ebenso wird das Monitoring wesentlich vereinfacht.

🔄 Fazit

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nicht bedrohlich und sie zielt auch nicht darauf ab, die medizinische Fachkompetenz zu ersetzen. Vielmehr liegt der Fokus auf der digitalen Assistenz, die darauf abzielt, die Arbeit der Ärzte und ihrer Mitarbeiterinnen zu erleichtern und ihre Expertise zu erweitern. Durch gezielte Einführung und Schulung können digitale Assistenzsysteme zu unverzichtbaren Werkzeugen in der modernen Medizin werden, die sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Patientenversorgung erhöhen.

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