Worum es geht
Das Praxismanagement-Benchmarking ist ein effektives Werkzeug zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Arztpraxis. Es bietet Haus- und Fachärzten eine objektive und realistische Analyse ihrer Arbeit und der Verbesserungs-Möglichkeiten, da es die individuell realisierte Praxisführung mit dem Best-Practice-Standard abgleicht. Diese validierte Leitlinie beschreibt alle Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die in den Aktionsbereichen der Praxisführung, von der Planung über Marktforschung, Organisation, Führung, Patientenbetreuung und Marketing bis zum Controlling, für eine auch unter wechselnden Anforderungen reibungslos funktionierende Arbeit unerlässlich sind. Doch manche niedergelassene Ärzte haben Vorbehalte oder unterliegen Missverständnissen, die sie vom Nutzen eines solchen Benchmarkings abhalten.
Die toxischen Mindsets
“Das ist nur etwas für große Praxen.”
Auch kleinere Praxen profitieren von Benchmarking-Analysen. Die Größe der Praxis ist kein Indikator für den Nutzen, den ein Benchmarking bietet.
“Das kostet zu viel Zeit.”
30 Minuten ärztlicher Arbeitszeit, 20 Minuten je MFA und eine Patientenbefragung führen zur Identifizierung von durchschnittlich 40 Veränderungs-Optionen. Im Vergleich sind bereits mehrere Stunden notwendig, einen Praxisberater nur in die eigene Arbeit einzuweisen.
“Meine Praxis läuft gut, ich brauche das nicht.”
Auch wenn eine Praxis subjektiv bewertet „gut“ läuft, gibt es immer Raum für Verbesserungen. Das Benchmarking hilft dabei, bislang unerkannte Potenziale oder Risikofaktoren aufzudecken.
“Das ist nur eine Modeerscheinung.”
Benchmarking ist eine etablierte und seit Jahrzehnten bewährte Methode zur Qualitätssteigerung und hat sich in vielen Branchen, einschließlich des Gesundheitswesens, als nützlich erwiesen.
“Die Ergebnisse sind sicherlich zu kompliziert.”
Das Konzept des Praxismanagement-Benchmarkings wurde zusammen mit Ärzten für Ärzte entwickelt. Die Ergebnisse eines werden zum einen qualitativ so ausgewiesen, dass keinerlei Fachwissen zum Verständnis notwendig ist. Hinzu kommen zum anderen prägnante, leicht verständliche Kennziffern, Grafiken und Erläuterungen, präsentiert.
“Das ist ein Eingriff in meine Privatsphäre.”
Die Analyse betrifft allein die professionelle Leistung der Praxis und nicht das Privatleben der Beteiligten. Datenschutz und Vertraulichkeit werden dabei strikt beachtet. Auch die Angaben des Personals werden anonym ausgewertet und lassen keinen persönlichen Bezug zu, niemand muss sich outen.
“Das wird meine Mitarbeiter demotivieren.”
Ein sorgfältig durchgeführtes Benchmarking motiviert das Team, da auch ihre Ideen und Vorstellungen in die Untersuchung einfließen und sich die Arbeit nach einer Analyse so stets verbessert.
“Das ist nur etwas für Praxen mit Problemen.”
Benchmarking ist nicht nur eine Lösung für Praxen mit offensichtlichen Schwächen, sondern auch eine Gelegenheit für bereits erfolgreiche Praxen, noch besser zu werden. Zudem ist das Benchmarking auch fähig, bislang unentdeckte Risikofaktoren zu identifizieren.
“Das bringt ohnehin nichts.”
Mit dieser Einstellung entgeht Praxisinhabern die Chance, konkrete, datenbasierte Einsichten zu gewinnen, die zur Verbesserung der Praxis beitragen können.
“Ich weiß bereits alles, was ich wissen muss.”
Keiner weiß alles, und das Gesundheitswesen ist ein sich schnell veränderndes Feld. Benchmarking kann neue Perspektiven und Anpassungsmöglichkeiten bieten. Nicht ohne Grund ergeben sich in den Analysen im Mittel 40 Verbesserungs-Vorschläge.
“Ich möchte keine Kritik hören.”
Benchmarking hat nicht das Ziel, Kritik auszuüben, sondern Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Eine generelle Abneigung gegenüber konstruktiver Kritik kann jedoch die Entwicklung der Praxis hemmen.
“Wir machen das schon seit Jahren so.”
Die Erfahrung zeigt: Traditionelle Methoden sind nicht immer die effektivsten. Das Benchmarking bietet innovative Lösungen und aktuelle Best Practices, die zu einer Optimierung der Arbeitsabläufe führen.
“Ich möchte keine externen Einflüsse.”
Ein Praxismanagement-Benchmarking nimmt keinen Einfluss, sondern bietet die Möglichkeit einer externen Perspektive der Arbeit. Diese ist wichtig, um sinnvolle Routinen von festgefahrene Strukturen und Arbeitsweisen zu unterscheiden und neue Ansätze zu finden.
“Das lenkt nur vom Tagesgeschäft ab.”
Eine Ablenkung vom Tagesgeschäft erfolgt durch externe Berater, die sich über einen längeren Zeitraum in einer Praxis aufhalten. Das Benchmarking ist problemlos in den Alltag eingliederbar und gestaltet durch das Aufdecken von Verbesserungspotenzial das Tagesgeschäft langfristig effizienter und störungsfreier.
17. “Das ist nur für Technik-affine Praxen.”
Benchmarking betrachtet alle Aspekte des Praxismanagements, nicht nur die technologischen. Daher können auch weniger technik-affine Praxen davon profitieren.
18. “Das ist nicht relevant für meine Fachrichtung.”
Die Benchmarking-Methode ist für alle medizinischen Fachrichtungen anwendbar. Spezifische Herausforderungen der jeweiligen Fachrichtung werden dabei berücksichtigt.
19. “Ich vertraue auf meinem Bauchgefühl.”
Intuition ist wichtig, aber sie sollte durch datenbasierte Analysen ergänzt werden. Benchmarking ermöglicht, das Bauchgefühl durch konkrete Daten zu untermauern oder zu hinterfragen.
Fazit
Die Bereitschaft, sich selbst und die eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und von externen Impulsen zu profitieren, ist ein Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Ärzte sollten die Chance eines Praxismanagement-Benchmarkings nutzen, um ihre Praxis kontinuierlich weiterzuentwickeln und sich den Herausforderungen eines sich stetig wandelnden Gesundheitswesens erfolgreich zu stellen. Ein offener Blick auf das Potenzial eines solchen Angebots kann zu signifikanten Verbesserungen in der Praxisorganisation, Mitarbeiterzufriedenheit und letztlich in der Patientenversorgung führen.
Weiterführende Informationen
Möchten Sie wissen, wie der Convenience-Ansatz funktioniert und welche Vorteile er im Detail bietet? Dann sollten Sie einen Blick in die Publikation “Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte – Methode, Anwendung und Nutzen” werfen. Sie beschreibt detailliert, wie Sie als Haus- oder Facharzt von diesem Ansatz profitieren können.