Die „Geheimformel“ zur Praxisoptimierung: SWOT-Insights des Teams

Worum es geht

Aus gutem Grund wird im Rahmen von Praxismanagement-Betriebsvergleichen auch die SWOT-Sichtweise des Personals erhoben. Die Vielzahl und Vielfalt der hierbei ermittelten Ausführungen ermöglicht additiv zu allen anderen Angaben tief gehende Einblicke in den inneren Zustand der Praxen und liefert wichtige Erkenntnisse für die Optimierung des Praxismanagements.

Beispiele

Standardisierte Arbeitsabläufe

Äußern Mitarbeiterinnen den Wunsch nach standardisierten Arbeitsabläufen, die von allen eingehalten werden, deutet das auf eine mangelhafte Organisation und Koordination hin. Es fehlt an klaren, einheitlichen Prozessen, was zu Ineffizienz und Unzufriedenheit führen kann.

Terminmanagement

Vorschläge zur Verbesserung der Terminsituation, wie das Verlängern von Notfall-Terminen oder die Reduzierung von Wartezeiten, weisen auf ein suboptimales Terminmanagement hin. Dies kann auf eine schlechte Planung, unzureichende Ressourcen oder ineffiziente Prozesse zurückgeführt werden.

Personalressourcen

Die Forderung nach mehr und ausreichend Personal sowie die Vertretungsmöglichkeiten bei Abwesenheit, Urlaub oder Krankheit reflektieren häufig einen Personalengpass. Dieser kann zu Überlastung des vorhandenen Personals und einer beeinträchtigten Patientenbetreuung führen.

Patientenversorgung

Die Anmerkungen zu Wartezeiten, unnötigen Zusatzuntersuchungen (auch hierüber machen sich MFA Gedanken!) und ein Wunsch nach Gleichheit im Untersuchungsablauf (in Praxen mit mehreren Ärzten) zeigen ein Bedürfnis nach effizienterer und konsistenter Patientenbetreuung. Dies ist entscheidend für die Patientenzufriedenheit und die Qualität der medizinischen Versorgung.

Räumliche und technische Aspekte

Ein Wunsch nach größeren Praxisräumen und dem Einsatz digitaler Möglichkeiten wie Video-Sprechstunden verweist auf eine Notwendigkeit zur Modernisierung und Anpassung an zeitgemäße Behandlungsformen und Patientenerwartungen.

Teamdynamik und Fortbildung

Vorschläge, wie ein gemeinsames Praxis-Wochenende oder Fortbildungen, spiegeln den Wunsch nach verstärkter Teambildung und persönlicher Weiterentwicklung wider. Ebenso zeigt eine Bitte um mehr Rücksichtnahme der Ärzte auf die Arbeitskapazität ein Bedürfnis nach besserer interner Kommunikation und Anerkennung.

Umsetzung neuer Maßnahmen

Eine Anregung, die Umsetzbarkeit neuer Maßnahmen zu prüfen, bevor sie eingeführt werden, deutet auf frühere Erfahrungen mit schlecht geplanten oder kommunizierten Änderungen hin. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer gründlichen Planung und Einbeziehung des Personals in Entscheidungsprozesse.

Fazit

Die Verbesserungsvorschläge von MFA indizieren zentrale Bereiche, in denen die Praxismanagement-Strategien und -Prozesse verbessert werden können. Sie bieten wertvolle Einsichten in die internen Herausforderungen der Praxis, von organisatorischen Mängeln über Personalfragen bis zu Aspekten der Patientenversorgung und Teamdynamik. Die Berücksichtigung und Umsetzung dieser Vorschläge trägt erfahrungsgemäß wesentlich dazu bei, die Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit innerhalb der Praxis zu steigern.
Der einfachste und schnellste Weg, diese wertvollen Informationen systematisch zu erheben und umgehend zu nutzen, ist die Durchführung einer Benchmarking-Analyse des Praxismanagements. Wie sie umgesetzt wird und welche Vorteile sie bringt, beschreibt der QuickStart-Guide “Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte – Methode, Anwendung und Nutzen”.

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